In der jüngsten Altersklasse M1 trat zunächst Kai Großkinsky bis 81 kg an. Er verlor seinen ersten Kampf gegen seinen Berliner Gegner durch eine umstrittene Kampfrichter-Entscheidung. Seinen zweiten Kampf in der so genannten „Trostrunde“ gewann er allerdings mit einem spektakulären Soto-makikomi, ein technisch anspruchsvoller seitlicher Körperwurf. Im dritten Kampf kostete ihn eine kleine Unachtsamkeit den Sieg gegen den späteren Bronze-Gewinner aus Schwalbach.
In der zweiten Altersklasse M2 trat Sascha Kirschen bis 66 kg an. Er startete in die „Mission Titelverteidigung“ mit einem Erstrunden-Sieg gegen seinen Gegner aus Bad Godesberg. Auch sein zweiter Konkurrent aus Lippetal war chancenlos. Der spannende Kampf erstreckte sich über die volle Wettkampfzeit von 3 Minuten, doch kurz vor Ende gewann Sascha mit einem Haltegriff, einer Ippon-Wertung, die das sofortige Kampfende bedeutete. Im Finale stieß er auf seinen Kölner Gegner, der wegen Passivität dreimal verwarnt und damit disqualifiziert wurde.Sascha konnte seinen Titel souverän und erfolgreich verteidigen.
Ebenfalls in der Altersklasse M2 Trat Niko Frankenbach bis 73 kg an. Den ersten Kampf gegen seinen Gegner aus Godesberg entschied er nach kurzer Zeit durch einen Haltegriff zu seinen Gunsten. Auch seinen zweiten Gegner besiegte er im Bodenkampf, dieses Mal durch einen Armhebel. Der Weg ins Finale war frei. Dort reichte seinem Dresdner Konkurrenten ein halber Punkt, den Niko über die gesamte Kampfzeit nicht mehr aufholen konnte. Als deutscher Vizemeister durfte Niko Silber mit nach Hause nehmen.
Dieses Ergebnis ist spektakulär, zumal es sich bei den Wettkämpfern sich nicht um hauptberufliche Sportler handelt, sondern um Herren, die neben ihren beruflichen und familiären Pflichten auch noch die Jugend des Vereins erfolgreich auf Wettkämpfe vorbereiten. Deutscher Meister und Vizemeister – ein toller Erfolg für die Judoka des TV Mosbach und verdienter Lohn für deren diszipliniertes Training.
